Wappen der Stadt EssenWappen der Stadt EssenWappen der Stadt EssenWappen der Stadt EssenWappen der Stadt EssenWappen der Stadt Essen

Essen-Kray liegt im Osten der Stadt.

Wappen Essen-Kray

Der Name Kray bedeutet Krähe (altsächsisch Creia) und wurde zum ersten Mal im 10. Jahrhundert als prope Creia (Krähenbach) erwähnt. Die erste schriftliche bzw. urkundliche Nennung erfolgte 1340.

Vor der Industrialisierung war Kray eine Bauernschaft. Einige Straßennamen erinnern heute noch an die Familien und Höfe aus dieser Zeit, wie z. B. Schulte zu Schonscheidt (Schönscheidtstraße), Henrich tho Kray, Johann Ridder und der Zehnthof oder der Hof Schulte-Ising in Kray-Leithe. Das Isinger Feld ist heute allerdings Wohnsiedlung.

Markante Punkte sind der Mechtenberg mit der Bismarcksäule in Kray-Nord, die Zeche Bonifacius (heute ein Gewerbegebiet mit der Weinzeche) und natürlich das Rathaus von 1908.

Selbst einen Flugplatz gab es in Kray, der im Mai 1912 eröffnet wurde. Der Flugpionier Bruno Werntgen nutzte den Platz zum Üben. Der Flugplatz lag zwischen Kray und Rotthausen auf dem Land eines alten Gutes (Nienhausen) und wurde bis in den Zweiten Weltkrieg genutzt.

Kray blühte während der Industrialisierung auf. 1857 wurde die Zeche Bonifacius gegründet, die erste Bergarbeiterkolonie folgte 1870. Der Bahnhof Kray-Nord eröffnete 1873, 23 Jahre später dann der Bahnhof Kray-Süd. Ein Postamt gab es seit 1877 in Kray. Um die Jahrundertwende siedelte sich neben weiteren Industriebetrieben und Ziegeleien auch die Westdeutsche Eisenwerke AG an. Die Westdeutsche Eisenwerke AG wurde 1898 von Albert Eckenberg (1857 – 1916) gegründet, die im Mai 1919 mit dem Gießerei-Konzern Buderus verschmolz. Buderus, wie das Werk Essen-Kray der Aktiengesellschaft Buderus'sche Eisenwerke, Wetzlar/Lahn kurz genannt wurde, wurde 1971 stillgelegt und Kray verlor einen seiner größten Arbeitgeber in den krisengeschüttelten 1970er Jahren. An den Gründer der Westdeutschen Eisenwerke AG erinnert die Eckenbergstraße, wo sich heute die Hauptverwaltung des Lebensmittelkonzerns Aldi Nord befindet.

1906 wurde Kray mit Leithe selbständig. Aus dieser Zeit stammt auch das historische Krayer Rathaus am Kamblickweg, welches den Stolz und Wohlstand einer der reichsten Gemeinden auf preußischem Boden symbolisierte. Hier fand auch nach dem Zweiten Weltkrieg am 6. Februar 1946 die erste Ratssitzung der Stadt Essen statt.

1913 entstand an der Ottostraße (die Gemeinde kaufte 1912 das Gelände vom Betreiber des Klüwerhofes) der Volksgarten mit zwei Teichen und Liegewiesen …

1929 wurde Kray dann mit Kray-Leithe zur Stadt Essen eingemeindet und verlor ihre Selbständigkeit. Kray hat zusammen mit Leithe ca. 26.800 Einwohner (Stand: September 2008) und gehört zum Bezirk VII. In der Stadtteilübersicht der Stadt Essen werden Kray und Leithe allerdings als 2 Stadtteile geführt.

Mehr und weitergehende Informationen gibt es z. B. hier  und auf der Seite der Stadt Essen. Auf der nächsten Seite gibt es eine kleine Galerie mit einigen Momentaufnahmen aus Kray.

Krayer Rathaus

 

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