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Dieter Krebs 

Einer der großen deutschen Comedystars der 80er Jahre war zweifelsfrei der am 11.08.1947 in Essen geborene Dieter Krebs.

Bundesweit bekannt wurde er 1974 als Michael Graf in der Fernsehserie "Ein Herz und eine Seele". In bis dahin nie gekannter Weise hielt Wolfgang Menge, der Autor dieser Serie, den deutschen Spießbürgern den Spiegel vor. Sein Protagonist Alfred Tetzlaff, ein erzkonservativer Spießbürger und versteckter Alt-Nazi, stänkerte über alles und jeden: Sozis, Ausländer, Juden, Langhaarige und, und, und. Sein Schwiegersohn Michael (Dieter Krebs) stellte seine an den Haaren herbeigezogenen Behauptungen stets ab absurdum.

Die Serie war ein derartiger Publikumserfolg, daß das Publikum nach dem Ende der Serie im Jahre 1974 mehr sehen wollte. Wolfgang Menge und sein Team beknieten den Schauspieler Heinz Schubert, Alfred Tetzlaff, das Ekel der Nation, noch einmal zu spielen. Schubert wurde mit seiner Rolle derart identifiziert, daß er an einer Neuauflage von "Ein Herz und eine Seele" wenig interessiert war. Trotzdem ließ er sich 1976 breitschlagen, die Rolle noch einmal zu spielen. Bei der Neuauflage war Dieter Krebs nicht mehr dabei, seinen Part spielte Klaus Dahlen.

Dieter Krebs machte sich statt dessen mit den Serien "Soko 5113" und "Silas" einen Namen und löste sich damit vom Image von Alfred Tetzlaffs Schwiegersohn. 1981 gehörte er dann zum Team von Rudi Carrell in der Sketchshow "Rudis Tagesshow". Rudi Carrell, Dieter Krebs, Klaus Havenstein und Beatrice Richter nahmen das politische Zeitgeschehen aufs Korn und strapazierten damit die Lachmuskeln der Zuschauer. Gerade die Sketche mit Dieter Krebs und Beatrice Richter erfreuten sich beim Publikum größter Beliebtheit. Grund genug für die Produzenten mit den beiden eine eigene Sketchshow zu produzieren. In "Sketch Up" schlüpften Krebs und Richter teilweise in absurde Rollen und boten dem Publikum böse, skurrile, teilweise aber auch recht platte Sketche. Dank des überragenden Publikumserfolgs von "Sketch Up" gehörte Dieter Krebs in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre zu den populärsten deutschen Fernsehstars, was er mit der Nachfolgesendung "Voll daneben" nachhaltig unterstrich.

Mit dem aufkommenden Comedyboom der 1990er Jahre der Privatsender konnte Dieter Krebs nicht mehr mithalten. Gegen die platten Blödeleien wirkte sein Humor verhältnismäßig anspruchsvoll. Deshalb war seine letzte TV-Serie "Der Dicke und der Belgier" nur noch ein mäßiger Publikumserfolg. Seine Ankündigung, sollten die Sozialdemokraten wieder an die Regierung kommen, würde er den Alfred Tetzlaff spielen, konnte er nicht mehr realisieren. Kurz nach dem Regierungswechsel in Berlin im Herbst 1998 starb Dieter Krebs am 4. Januar 2000 im Alter von nur 53 Jahren.
 

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© Hildegard Salewski, 9.2004 - 2014