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Gustav Heinemann 

Eine der großen Persönlichkeiten der deutschen Nachkriegspolitik ist der am 23. Juli 1899 in Schwelm geborene Gustav Heinemann.

Nach seinem Jurastudium ließ er sich 1926 in Essen als Rechtsanwalt nieder. Hier arbeitete er von 1928 bis 1949 als Justitiar der Rheinischen Stahlwerke.

Nach Kriegsende gehörte er zu den Mitbegründern der Christlich Demokratischen Union (CDU). Sein erstes politisches Amt bekleidete er zwischen 1946 - 1949 als Oberbürgermeister der Ruhrmetropole Essen. Aufgrund der vom Kabinett Adenauer beschlossenen deutschen Wiederbewaffnung trat er aus Protest im Jahre 1950 aus der CDU aus und gründete zusammen mit Helene Wessel, Margarete Schneider, Erhard Eppler, Robert Scholl und Dieter Posser die GVP. Mit seinem Eintritt in die SPD im Jahre 1957 löste sich die GVP auf.

Den Höhepunkt seiner politischen Karriere erlebte er am 05. März 1969, als er zum ersten sozialdemokratischen Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt wurde. Diese Wahl war gleichzeitig das Signal für eine neue Ära in der jungen Republik, denn wenige Monate später übernahm seine Partei, die SPD, gemeinsam mit der FDP die Regierungsgeschäfte in Bonn.

Er selber verstand sich als Bürgerpräsident und setzte sich massiv für die Versöhnung mit den vom NS-Deutschland besetzten Staaten ein. Damit lag er auf einer Linie mit Bundeskanzler Willy Brandt, dessen politisches Anliegen "Mehr Demokratie wagen" lautete und gemeinsam mit Egon Bahr eine Politik mit den Staaten des Ostblocks des gegenseitigen Vertrauens verfolgte.

Sowohl Gustav Heinemann als auch Willy Brandt gehörten in den nächsten Jahren zu den glaubwürdigsten und im Ausland am meist geachteten deutschen Politikern. Für eine zweite Amtszeit stellte sich Gustav Heinemann nicht mehr zur Verfügung.

Am 07. Juli 1976 starb Gustav Heinemann wenige Wochen vor seinem 77. Geburtstag.
 

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© Hildegard Salewski, 9.2004 - 2014