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Ingo Appelt 

Als in den frühen 1990er Jahren dank der Sendung „RTL Samstag Nacht“ der Blödsinn im Fernsehen fröhliche Urstände feierte, gehörte der am 20. April 1967 in Essen geborene Ingo Appelt zu den Hauptprotagonisten dieser neuen Szene.

Ob er er nun Helmut Kohl, Rudolf Scharping oder Herbert Grönemeyer parodierte: mit seiner bei einem Kabarettisten bisher nie dagewesenen Aggressivität und teilweise unpolitischen Korrektheit, mit Sprüchen teilweise unterhalb der Gürtellinie angesiedelt und abseits des guten Geschmacks spaltete er die Fernsehnation Die einen fanden ihn schlichtweg genial, die anderen einfach nur zum Kotzen. Seine umjubelten Auftritte bei „RTL Samstag Nacht“ oder im „Quatsch Comedy Club“ brachten ihm beim Privatsender Pro7 eine eigene Fernsehshow, die „Ingo Appelt Show“ ein. Wegen schwacher Einschaltquoten und Ingo Appelts Entgleisungen wurde die Sendung Ende 2000 nach 11 Folgen wieder abgesetzt. Seine Entgleisungen waren selbst den Programmachern, denen normalerweise so etwas wie Niveau und guter Geschmack Fremdworte sind, zuviel.

Ab 2002 war er wieder häufiger im Fernsehen zu sehen. Im September 2006 übernahm Ingo Appelt als Hauptmoderator bei RTL die Neuauflage von „RTL Samstag Nacht“, die aber mangels entsprechender Einschaltquoten Ende Dezember des gleichen Jahres wieder eingestellt wurde. Hier zeigte sich wieder einmal, daß ein Erfolgskonzept von einst nicht jederzeit wiederholbar ist.

In den letzten Jahren hat Ingo Appelt seine Vortragsweise verfeinert. Zwar ist er angriffslustig und scharfzüngig wie eh und je, doch weitem nicht mehr so aggressiv wie noch in den 1990er Jahren. Außerdem tendiert der gelernte Maschinenschlosser mehr in Richtung politisches Kabarett.
 

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© Hildegard Salewski, 9.2004 - 2014