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Manfred Burgsmüller 

Es gibt nicht viele Spieler im deutschen Profifußball, die über eine Zeitspanne von 21 Jahren aktiv waren wie der am 22.12.1949 in Essen geborene Manfred Burgsmüller. Zwischen 1969 und 1990 bestritt er 417 Bundesligaspiele für Rot-Weiß Essen, Borussia Dortmund, 1. FC Nürnberg und Werden Bremen. Mit seinen 213 Toren rangiert er hinter Gerd Müller, Jupp Heynkes und Klaus Fischer auf Rang 4 der ewigen Torjägerliste.

Begonnen hatte er seine Fußballerkarriere beim SV Rellinghausen, bevor er 1969 zum damaligen Bundesligaufsteiger Rot-Weiß Essen wechselte. Bei dem sympathischen und liebenswerten Kultverein von der Hafenstraße spielte er  -  unterbrochen von zwei kurzfristigen Engagements bei Bayer Uerdingen - bis 1976, ehe er zusammen mit Willi Lippens zum Reviernachbarn Borussia Dortmund wechselte. Hier gehörte er zu den Topstürmern der Bundesliga. In den Spielzeiten 1980/81 und 1981/82 belegte er mit 27 bzw. 22 Toren jeweils Platz 2 der Torjägerliste.

Nach einem weniger erfolgreichen Gastspiel beim 1. FC Nürnberg  - hier brachte er es auf 34 Einsätze - wechselte er 1984 zum Zweitligisten Rot-Weiß Oberhausen. Damit schien seine Karriere sich langsam, aber sicher dem Ende zuzuneigen. In der Saison 1984/85 wurde er mit 29 Treffern Torschützenkönig der 2. Bundesliga. Daraufhin holte Otto Rehagel den fast 36jährigen zu Werder Bremen und 1988, im Alter von fast 39 Jahren, kam Manfred Burgsmüller zum ersten und einzigen Mal in seiner Karriere in den Genuß einer deutschen Meisterschaft.

Obwohl er in den 1970er und frühen 1980er Jahren einer der besten deutschen Mittelstürmer war, blieb ihm eine große Karriere in der Nationalmannschaft verwehrt. Hier brachte er es in den Jahren 1977/78 lediglich auf 3 Einsätze. Da Bundestrainer Helmut Schön den damals neunundzwanzigjährigen für zu alt hielt, wurde er für den Kader für die Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien nicht berücksichtigt. Wer weiß, wie die WM, die für den amtierenden Weltmeister mit einer 2:3 Niederlage gegen Österreich endete, verlaufen wäre, hätte Helmut Schön Manfred Burgsmüller und seinen ehemaligen Mannschaftskollegen von Rot-Weiß Essen Horst Hrubesch in den Kader aufgenommen.

Nach seiner Fußballerkarriere blieb Manfred Burgsmüller dem Sport erhalten. Im Gegensatz zu anderen Fußballern, die nach ihrer aktiven Zeit eine Laufbahn als Trainer einschlugen, tauchte er Mitte der 1990er Jahre als Spieler vom Düsseldorfer Verein Rhein-Fire im American Football wieder auf. Zwischen 1995 und 2002 war er neben dem ehemaligen Fußballprofi Axel Kruse der bekannteste deutsche Spieler dieser amerikanischen Variante von Rugby und konnte mit Rhein-Fire 2 Meisterschaften feiern. Im Jahre 2002 war er mit knapp 52 Jahren der älteste aktive Footballprofi der Welt. Nach seiner Karriere im American Football sollte er beim FC Schalke 04 zwecks Auslastung der hypermodernen „Arena auf Schalke“ ein Footballteam für die World-Bowl aufbauen. Da dieses kostspielige Projekt wohl nicht zu realisieren war, wurden die Pläne zu den Akten gelegt.

Als Fußballtrainer trat er zum ersten und einzigen Mal in der Saison 2004/05 in Erscheinung, als er den Dortmunder Kreisklassenverein SSV Hacheney übernahm. Er sollte den Verein vor dem Abstieg retten, was ihm allerdings nicht gelang. Unter dem Titel „Helden der Kreisklasse“ bescherte dieses Vorhaben in Form einer Doku-Soap dem Sender Kabel 1 einen Quotenhit.
 

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