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Otto Gebühr 

Der am 29.05.1877 in Kettwig geborene Otto Gebühr gehörte in den 30er und 40er Jahren zu den großen UFA-Stars.

Kurz nach dem Abitur 1894 begann er mit der Schauspielerei. In Abendkursen an der Schauspielschule in Berlin erlernte er sein Handwerk. 1896 bekam er sein erstes Engagement am Görlitzer Stadttheater. Es folgten Engagements in Dresden und Berlin. 1917 bekam er seine erste Filmrolle in den Stummfilm "Der Richter".

Mit seiner Darstellung Friedrichs 2. in dem Stummfilm "Die Tänzerin Barberina" von Regisseur Carl Boese gelang ihm der Durchbruch beim Publikum. Durch seine Ähnlichkeit mit dem Preußenkönig war er auf diese Rolle festgelegt. Er ließ sich von der Propagandamaschinerie der Nationalsozialisten vereinnahmen und machte im Kostüm Friedrich 2. Wahlpropaganda für die rechten Parteien. In den folgenden Jahren feierte er mit den Filmen "Fridericus Rex", "Flötenkonzert in Sanssouci", "Die Tänzerin von Sanssouci", "Bismarck", "Der große König", "Immensee" und "Die goldene Spinne" große Erfolge.

Nach Kriegsende wurde Otto Gebühr von den Alliierten mit einem Auftrittsverbot belegt, einige seiner Filme, allen voran Veit Harlans Agitationsepos "Der große König", wurden indiziert. Nach seiner Entnazifizierung kehrte er ins Theater zurück. An der Seite von Lil Dagover spielte er in Anton Tschechows "Der Kirschgarten". Losgelöst von seinem Image als Preußenkönig spielte er auf den Bühnen der Republik und in Heimatfilmen wie "Grün ist die Heide" kauzige alte Männer. Seinen letzten Filmauftritt hatte er 1954 in "Rosen-Resli". Kurz vor Abschluß der Dreharbeiten starb Otto Gebühr am 13.03.1954 in Wiesbaden an einem Herzschlag.
 

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© Hildegard Salewski, 9.2004 - 2014